Vor einiger Zeit kam Bernd D. in meine Praxis. Herr D. schaute sich äußerst interessiert, mit wachen Augen in der Praxis um und erzählte mir, dass die Homöopathie für ihn ein wenig suspekt sei. Allerdings hätte er sich von der Wirkung der Homöopathie am Beispiel seiner Ehefrau, die vor etwa einem Jahr bei mir war, im positiven Sinne überzeugen können, deswegen sei er hier.
Aus dem Fragebogen wusste ich bereits, dass er eine Wespenallergie hatte. Vor ca. 25 Jahren war er erstmalig von einer Wespe gestochen worden und musste anschließend ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dieser Vorfall ereignete sich zu Beginn seiner Beamtenlaufbahn. Bis heute war er als Polizeibeamter tätig. Nach diesem Vorfall war er noch zweimal von Wespen gestochen worden, mit ähnlicher Reaktion.
Er hatte natürlich einiges versucht dagegen zu tun. Er hatte eine Desensibilisierung gemacht, hatte die Allergie löschen lassen, aber er war sich unsicher, ob diese Problematik, die in seinen Augen immer lebensbedrohlicher wurde, für ihn nun erledigt sei. Es war sehr deutlich, dass zu der Wespenallergie noch eine panische Angst vor Wespen hinzugekommen war, was verständlich ist.
Des Weiteren litt er an Gicht und Gichtanfällen, die zunächst seine große Zehen betroffen hatten und dann als Gichtknoten mit schmerzhaftem Charakter in Erscheinung traten. Viele seiner Gelenke waren ebenfalls betroffen. Durch Ernährungsumstellung hatte er dies einigermaßen im Griff, aber leider nicht ganz.