vor einigen Jahren kam ein niedlicher rothaariger kleiner Junge in die Praxis. Sein offener Blick war bestechend und seine Flirtkunst für seine 2 ½ Jahre überdurchschnittlich gut. Seine Mutter erzählte, daß er eigentlich seit kurz nach der Geburt immer wieder Windelsoor habe. Vor allen Dingen der Genitalbereich war dann rot juckend, auch der After war betroffen. Man hatte mehrfach versucht, dagegen etwas zu unternehmen. Daniel hatte diverse Antibiotikakuren hinter sich, sowie Pilzsalben. Aber nichts half eigentlich nachhaltig und richtig. Seit einem halben Jahr entwickelte er auch um den Mund herum einen Hautausschlag. Dieser war ebenfalls rot und breitete sich aus. Seine Mutter erklärte mir, dass sie davon ausgehe, dass die Impfungen, die Daniel bekommen hatte mit dem Windelsoor zu tun haben könnten. Er hatte Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, wie auch eine HIB-Impfung. Seit der Krankheit von Daniel, so erzählte mir die Mutter, habe sie sich mit Impfungen sehr auseinandergesetzt und würde heute ihr Kind nicht mehr impfen lassen. Im Nachhinein fühlte sie sich von den damaligen Ärzten schlecht beraten, da Daniel ohnehin ein Problemkind war. Während der Geburt hatte er in extremster Weise die Nabelschnur um den Hals und somit war die Geburt sehr schwierig. Er war zwar auf normalem Wege gekommen, hatte aber einen Bluterguss am Kopf gehabt und war zyanotisch, also blau bei der Geburt gewesen. Daniel hatte ein hoch interessantes Symptom entwickelt, denn offensichtlich in Erinnerung an seine Nabelschnur legte er sich alles, was er kriegen konnte, um den Hals. Er ging praktisch nie ohne Schal. Auch an den wärmsten Sonnentagen hatte er irgendetwas um den Hals geschlungen.
Die Mutter erzählte, dass er noch eine unangenehme Angewohnheit habe, er schlug nämlich mit dem Kopf gegen die Wand, entweder wenn er zornig war, oder wenn andere Menschen in seiner Umgebung Streit miteinander hatten. In letzter Zeit habe er öfter einmal Mittelohrentzündungen gehabt und mehrfach Mandelentzündungen entwickelt.