An dem Tag, an dem Herr Peter A. in meinem Terminkalender vermerkt war, wurde er von seiner Frau regelrecht in die Praxis geschleift. Seit vielen Jahren betreute ich Frau A., sowie ihre drei Kinder. Er allerdings, war bis zum heutigen Tage nicht zu einer homöopathischen Behandlung bereit.
Seit eineinhalb Jahren etwa kämpfte er erfolglos gegen eine Hypertonie. Ihm wurden zahlreiche schulmedizinische Arzneimittel verordnet, keines wies jedoch den gewünschten Erfolg auf. Mit diesem Argument war es Frau A. letztendlich doch gelungen, ihren Mann von einer Behandlung in meiner Praxis zu überzeugen.
Bedauerlicherweise war Herr A. nicht dazu breit, einen homöopathischen Anamnesefragebogen auszufüllen, was ich um des guten Kontaktes willen zu Frau A. zähneknirschend akzeptierte.
Herr A. konnte mir leider nur wenige körperliche Symptome nennen, so daß ich mich mit den Symptomen „Hypertonie“ und „Druck auf dem Kopf“ zufrieden geben musste. Nach zahlreichen Fragen die ich ihm im Anamnesegespräch stellte, erfuhr ich, dass Herr A. bis ca. 11.30 Uhr vormittags relativ schmerzfrei war. Auch der Blutdruck war zu dieser Zeit noch fast normal. Erst ab dieser Uhrzeit, begannen sich der Kopfdruck, sowie auch ein emotionales Druckgefühl zu entwickeln.