Vor einiger Zeit stattete ich einer Patientin aufgrund des Anrufs ihres besorgten und erregten Ehemannes einen Hausbesuch ab. Herr S. machte sich Gedanken, da seine Frau bereits seit 4 Tagen mit einer Grippe, begleitet von hohem Fieber (39 – 40 Grad), im Bett lag und offensichtlich stark fantasierte.
Marion S. war als Chefsekretärin tätig, wobei sie nun mehr als eine Woche krankgeschrieben war, von einer Besserung scheinbar weit entfernt. Sie sah elend und bleich aus, zudem fantasierte sie immer stärker. Ihre Zunge strecke sie heraus, was auf starke Halsschmerzen schließen ließ, welche ihr das Schlucken sichtlich erschwerten. Ihre generelle Schwäche war bereits so weit fortgeschritten, dass sie kaum noch in der Lage war, ihren Kopf aufrecht zu halten.
Auf das Fragen nach ihrem Befinden konnte sie nur Stummelgeräusche von sich geben, sie war nicht in der Lage, klare, bzw. deutliche Aussagen zu äußern.
Zu ihrer Schwäche kam ein Juckreiz hinzu, somit kratzte sie sich an Armen und Beinen, besonders an den Füßen, wobei die Extremitäten bläulich und kalt erschienen.