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Leberproblematik, chronisch erhöhtes GGT
platzhalter-fb.gifPatientin Ludmilla E. 28 Jahre alt, zwei Kinder, verheiratet
 
Art.Nr.:FB0020
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Vor einigen Jahren kam Frau Ludmilla E. in meine Praxis. Es handelte sich um eine zarte, offensichtlich sehr sensible, kraftlos und nervös erscheinende Frau, mit brünetten Haaren und dunklem Teint. Die junge Dame erzählte, dass sie seit Jahren erhöhte Leberwerte habe, dass ihr GGT-Wert viel zu hoch sei. In dem Dorf in dem sie lebte, hatte sich das Problem herum gesprochen und man hielt sie für eine Alkoholikerin. Die Gerüchteküche hatte sie sehr verletzt. Sie erzählte, dass sie ständig an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit sei und ihre zwei Kinder, vier und fünf Jahre alt, sie sehr forderten, da der Kleine nachts nicht durchschlief, weswegen sie immer kraftloser wurde. Bei ihren Erzählungen begann sie zu weinen. Ich fragte sie nach Vergiftungen und ob es Alkoholismus in ihrer Familie gäbe, sie verneinte beides. An sonstigen Symptomen hatte sie nicht viel zu bieten. Sie erzählte von seit Kindheit immer wieder auftretenden Mandelentzündungen und Mittelohrentzündungen. In den pubertären Jahren, hatte sie Schwindelanfälle gehabt, die heute sehr selten geworden sind. Sie könne sich aus ihrer Kindheit an häufige Milzstiche erinnern, die immer dann auftraten, wenn sie schneller gegangen sei. Wenn sie viel denken muss oder sich ärgert, bekomme sie sofort Kopfschmerzen. Diese Kopfschmerzen waren nicht zu lokalisieren. Mal traten sie an der Schläfe, mal an der Stirn oder am Hinterkopf auf.

 

Sie erzählte, dass sie auch häufig Magenschmerzen bekomme, wenn sie sich ärgere. Vor der Geburt der Kinder habe sie starke Regelschmerzen gehabt, die jetzt etwas besser geworden seien. Bezüglich der Eßgewohnheiten erzählte sie, dass sie Obst nicht möge, Kaffee ihr nicht bekommen, Süßigkeiten und Fett ebenso. In ihrem Impfpass waren die Pockenimpfung, BCG, Tetanus, Polio und Röteln zu finden gewesen.

Wobei sie bei der Gelegenheit erzählte, dass sie sich in Kinderzeit intensiv in den Finger geschnitten habe und sie dann beim Arzt eine Tetanusspritze bekommen habe. Diese letzte Thematik, die Intoxikation durch Tetanus, als Passivimpfung, erschien mir die einzige im Moment greifbare Ursache für ihre Leberproblematik.

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