Rentner, vormals Arbeiter in einem Chemiewerk. Herr Werner war ein kleiner, gebeugt gehender Mann, der mit seiner Frau, einer couragierten, wesentlich jüngeren Dame in die Praxis kam. Er litt massiv unter immer wiederkehrenden Trigeminusneuralgien. Alle 6 Wochen wurde er von einer rechtsseitigen Gesichtneuralgie, die 3 - 10 Tage andauerte befallen. Da er vor kurzem durch die schulmedizinische Medikation ohnmächtig geworden war, hat er sich entschlossen, es mit der für ihn leicht suspekt erscheinenden homöopathischen Behandlung zu versuchen.
Er erzählte, er habe in seinem Leben hart gearbeitet. Deshalb sei es 1971 und 1987 jeweils zu einem Herzinfarkt gekommen. Mit Beginn der Parkinsonschen-Krankheit vor zehn Jahren hatte er gleichzeitig starke Kreislaufschwankungen. Zeitweise hatte er eine Hypertonie, zeitweise eine Hypotonie. Seit ungefähr zwei Jahren sei er schwerhörig. Sein ganzes Leben lang hatte er sehr häufig Erkältungserkrankungen. Unterdessen war auch sein Rücken nicht mehr der belastbarste, so dass im Lumbalbereich immer wieder Rückenschmerzen auftraten.
Vor acht Jahren hatte man ihn an der Prostata operiert. Verstopfung habe er schon sein Leben lang und seit dem er einmal katheteresiert worden war, entstand eine Inkontinz. Essen und Trinken wäre ohne Besonderheit, er war kein Genießer, aber grundsätzlich würde er außer Fisch alles essen.