Die Erzieherin Sabine E. 30 Jahre geschieden, ein Kind, kam wegen Migräne in die Praxis. Die resolut wirkende Patientin litt an Kopfschmerzen ausgehend von der rechten Schläfe. Diese Schmerzen konnten nur durch Kältebehandlung gemildert werden. Jedes Mal, wenn sich die Patientin in einem warmen Zimmer befand oder die Sonne stark schien, hatte sie besonders starke Schmerzen.
Ihre Kindheit war nicht besonders schön, deswegen hatte sie schon mit 18 Jahren einen Amerikaner geheiratet, mit dem sie in die USA ausgewandert ist. Zunächst besserte sich der Kopfschmerz, erst nachdem sie schwanger wurde, fing die Migräne wieder in erhöhtem Maße an.
Ähnlich wie Ihr Vater, wurde auch der Ehemann ihr gegenüber gewalttätig, was sie dazu bewogen hatte, nach zwei Jahren wieder mit ihrem Sohn nach Deutschland zurückzugehen. Seit der Zeit hatte Frau E. genug von Männern, allerdings wollte sie nicht ganz ohne Mann leben. Zurzeit hat sie einen Freund mit dem sie seit zweieinhalb Jahren zusammen ist, jedoch möchte sie nicht mit Ihm zusammenleben. Sie besteht auf getrennte Wohnungen, um möglichst viel Kontrolle und Freiraum für sich zu haben. In den letzten Jahren war die Migräne immer auf der rechten Seite und immer alle 14 Tage aufgetreten. Die Schmerzen dauerten dann zwei bis drei Tage ununterbrochen an.