Vor circa fünf Jahren kam die damals 47 Jahre alte Frau Lisa M., Mutter zweier Kinder, zum zweiten Mal verheiratet, in die Praxis. Ihre Anliegen waren, einmal ihre chronische Angina die sie nunmehr seit 12 Jahren immer wieder hatte. Diese war auch schon in ihrer Kindheit aufgetreten, aber ungefähr zur Zeit der Pubertät hatten sie aufgehört. Das zweite Problem, das für Frau M. viel unangenehmer war, war der unwillkürliche Harnabgang. Bei schnellem Gehen oder insbesondere bei Hüpfen oder Springen, verlor sie regelmäßig einige Tropfen Urin, der dann auch noch übel roch.
Frau M. war eine Frau, die leise sprach, einen eher gequälten und jammervollen Eindruck hinterließ.
Sie erzählte, dass ihre Angina immer sehr schmerzhaft wäre, mit Schluckbeschwerden und unangenehmen Halsschmerzen.