Vor einigen Jahren kam die 22jährige Doris Barbara Ch. in die Praxis aufgrund ihres chronischen Schnupfens. Sie war eine zarte blonde junge Dame, klassisch gekleidet, nicht unbedingt wie eine Studentin wirkend. Sie machte eher den Eindruck einer Chefsekretärin, so diszipliniert wirkte sie. Seit sie sich erinnern konnte, hatte sie einen chronischen Schnupfen. Durch Feldan-Tabletten und Vividrin-Spray mit Kortison wurde es besser, aber sie war nicht willens, weiterhin alles schulmedizinisch zu unterdrücken, denn sie hatte auch schon eine Nasenscheidewandoperation hinter sich, um den chronischen Schnupfen los zu werden. Allerdings war die Operation erfolglos geblieben. Sie erzählte, dass sie ständig ihre Nase putzen müsse, nur wenn sie sich auf etwas konzentriere, würde sie es nicht merken. In der Anamnese versuchte ich herauszufinden, seit wann der chronische Schnupfen begonnen hatte, leider konnte Doris Barbara mir keine Zeitangabe machen, außer, dass seit sie denken könne, habe sie den chronischen Schnupfen.
Der Hauptgrund, warum sie es mit der Homöopathie versuchen wolle lag darin, dass sie neuerdings auch Kopfschmerzen bekam, denn auch die Stirnhöhlen, nicht nur die Nasennebenhöhlen waren ständig zu. Jedes Mal, wenn sie sich konzentrieren und geistig arbeiten müsse, bekäme sie nun Kopfschmerzen und auch das Atmen, vor allem das tiefe Atmen war kaum noch möglich, weil sich dann sofort Stirnkopfschmerz entwickelte. Dieser Kopfschmerz war hartnäckig und verging erst nach Stunden wieder.