Vor einigen Jahren kam Frau A. mit ihren drei Kindern in meine Praxis. Sie berichtete, dass ihre Kinder in letzter Zeit immer wieder krank wurden. Sie ahne zwar die Gründe aber sie wolle es doch gerne etwas genauer wissen.
Zunächst wendeten wir uns ihrer Tochter Mary, die damals 12 Jahre alt war, zu. Mary war eine durchscheinend, ganz feingliedrig wirkende junge Dame, die einen sehr zarten und fast weltfremden Eindruck machte. Sie hatte sehr helle Haut, war blond und sehr schlank. Marys Hauptproblem war, dass sie seit ungefähr einem Jahr immer wieder Herpes an ihren Lippen entwickelte. Sie brauchte sich nur ein bisschen zu ekeln oder auch sich zu ärgern und schon war der Herpes da. Im Moment war das Problem so groß, dass sie praktisch ständig mit Herpes behaftet war. Es war ihr sehr unangenehm, so dass sie teilweise schon gar nicht mehr mit den Kindern spielen wollte. Außerdem tat es weh.
In den letzten zwei Monaten hatte sie auch Kopfschmerzen entwickelt. Am Ende der Schule oder vor allem auch abends trat der Kopfschmerz auf. Wie der Kopfschmerz war, konnte Mary allerdings nicht genau erklären. Sehr vehement berichtete sie mir, dass sie neuerdings jede Menge Warzen bekäme, was ihr überhaupt nicht passe. Sie wäre ja langsam so hässlich, dass sie sich nicht mehr unter die Menschen begeben könnte.